Trainingslager in Obertauern

2. bis 5. Januar 2019

 


„Obertauern: Urlauber flüchten scharenweise vor Schneemassen“. So titelten verschiedene österreichische Tageszeitungen am vorletzen geplanten Tag des 2019er Skilagers in Obertauern. Der Grund dafür war etwas, wovon man als Skifahrer eigentlich nur träumen kann. Massive Schneefälle. Ohne Pause. Ein halber Meter Neuschnee an jedem neuen Morgen. Was für die Pistenverhältnisse ein Traum ist, ist für die Straßenverhältnisse nicht sonderlich  förderlich. Aber von Anfang an: Traditionell machte sich das Skiteam Traunwalchen am Tag nach Neujahr auf den Weg nach Obertauern. 2019 schon zum gefühlt 1000. Mal. Die Pistenverhältnisse haben selten enttäuscht. Auch in diesem Jahr gab es genug Schnee...mehr als genug sogar. Gut, dass wir alle den Winter lieben, denn schon bei der Anreise kam es durch abenteuerliche Fahrbahnverhältnisse und Sommerreifenträger aus dem Flachland zu Ausnahmezuständen auf der Zufahrtsstraße. Als sich dann alle mit bis zu 90min Verspätung zum Treffpunkt durchgekämpft hatten, konnten wir vor lauter Schneefall kaum die Hand vor Augen sehen. Aber zumindest die Lifte liefen. Also nichts wie auf ins Skivergnügen, direkt Richtung Kringsalm, um in die Obertauernrunde einzusteigen. Die erste Abfahrt war eine Herausforderung, die hauptsächlich daraus bestand, niemanden zu verlieren. Denn die Sicht war inzwischen auf ca. 30cm geschrumpft. Unter solchen Bedingungen ist es schwer, eine Kindergruppe von 3-10 Kids im Auge zu behalten. Nur der Fürsorge der Trainer ist es zu verdanken, dass alle an der gleichen Talstation angekommen sind. Talstation – hier beginnt das nächste Abenteuer. Denn an der Talstation angekommen mussten wir feststellen, dass der Lift wegen zu starken Windes den Betrieb eingestellt hatte. Eigentlich kein Problem in einem Skigebiet wie Obertrauern, fährt man eben zum nächsten Lift. Nur dass der Betrieb an allen Liften eingestellt wurde und wir auf der Rückseite des Berges waren, also keine Möglichkeit hatten, per Ski zurück zum Ausgangspunkt zu fahren. Uns blieb nur die Einkehr in die nächste Hütte und das Warten und Hoffen auf eine Wetterbesserung. Vergebens. Denn das Wetter blieb, wie es sich für ordentliches Winterwetter gehört – stürmisch mit dichtem Schneefall. Zum Glück gab’s in der Hütte Pommes, Skiwasser und Spielkarten...die Ski-Kids fanden es spannend eingeschneit zu sein. Die Trainer  wirbelten  währenddessen hinter den Kulissen, um unsere ‚Rettung‘ zu organisieren. Glücklicherweise war ein Teil der Eltern direkt in den Tiefschnee auf der  Vorderseite des Berges abgebogen. In einer abenteuerlichen Fahrt über Winterwanderwege mit Sichtweiten von maximal 50cm tasteten sie sich mit den Autos Richtung Hütte, um das gesamte Skiteam in nicht ganz StVO konformer Überfüllung ihrer Fahrzeuge zu bergen. Rettung geglückt und ein aufregender erster Tag für Skikids und -eltern ging bei mit strahlenden Augen erzählten Geschichten im Jugendhotel Tauernhof zu Ende.
Der zweite Tag begann, wie der erste aufgehört hatte – mit dichtem Schneefall. Von den unzähligen Liften in Obertauern hatten wegen der Schneemassen nur drei geöffnet. Glücklicherweise standen zwei davon in unserer Ecke des Skigebietes und Dank der Motivation und Kreativität der Übungsleiter war auch dieser Skitag für die Skikids bei Tiefschneeabfahrten und beim Springen über selbstgebaute Kicker unvergesslich. Trotz Vollgasmodus tagsüber blieb dennoch genug Energie, um am Abend die Annehmlichkeiten des Tauernhofs auszunutzen – ob beim Fußballspielen in der Turnhalle und Bouldern an der Boulderwand für die Kids oder bei Skigymnastik oder dem ein oder anderen Glas Rotwein für die Großen. Auch am dritten Tag gibt’s nichts Neues an der Wetterfront. Tiefschneealarm auf den wenigen geöffneten Pisten und damit glückliche Skikids und Skieltern. Nur ein Gerücht hält sich hartnäckig: die Zufahrten nach Obertauern müssen bald wegen der hohen Lawinengefahr gesperrt werden. Das beunruhigt so Einige und führt zu der in den Medien erwähnten ‚scharenweisen Flucht vor den Schneemassen‘. Nun gut, Übertreibung macht den Text der Medien lebendig sagt man, aber nach und nach dünnt sich auch das Skiteam Traunwalchen in Obertauern aus. Die letzten Skiteamer verlassen Obertauern dann wirklich nur ganz kurz vor der  tatsächlichen Sperrung sämtlicher Zufahrtsstraßen am Samstagnachmittag. Doch trotz der Wetterkapriolen – oder vielleicht gerade deswegen – war der Skiteamausflug wieder ein unvergessliches Erlebnis. Das Stangentraining kam auf Grund der Schneemassen etwas zu kurz. Dafür sind die Tiefschneeskills umso mehr gefordert und gefördert worden. Wir waren das erste Mal dabei und ganz sicher sind wir auch nächstes Jahr wieder am Start. Die Kombination aus gemeinsamem Vollgas Skifahren und gemütlichen Abenden im Tauernhof ist einfach perfekt – typisch Skiteam Traunwalchen eben

Dorfmeisterschaft 2019

Julia Sattelberger und Moritz Ostermayer sind Traunwalchener Dorfmeister 2019

Wie immer bei der Traunwalchener Dorfmeisterschaft stand der Spaß im Vordergrund. Trotzdem gab jeder sein Bestes in diesem Rennen wo sowohl die Mitglieder der Renngruppe der Skiabteilung des TSV Traunwalchen wie auch deren weniger rennerfahrene Eltern und andere Gemeindemitglieder um die beste Zeit durch den Stangenwald kämpfen. Schon vor dem Start stand fest, an diesem Tag gibt es nur Gewinner, denn die äußeren Bedingungen waren hervorragend. An der Rennstrecke im Skigebiet Pillersee fanden die Teilnehmer beste Pistenbedingungen und strahlenden Sonnenschein vor. Für den Lauf, der in zwei Durchgängen ausgetragen wurde, gelang Kurssetzer

swert dabei ist, dass beide erst in einem Alter sind, wo sie noch in der Schülerklasse gewertet werden und somit gewannen sie natürlich auch diese

Entscheidung. Neben den Einzelwertungen in den unterschiedlichen Altersklassen gab es auch eine Familienwertung, wo acht Familien sich sportlich verglichen. Hier konnte sich Familie Sattelberger den Titel sichern. Bei der direkt nach dem Rennen stattfindenden Siegerehrung zeigten sich die beiden Abteilungsleiter des Traunwalchener Skiclubs Christian Sattelberger und Willi Schlögl angetan von der Durchführung des Rennens und dankten den vielen Helfern. Im Anschluss überreichten sie die Pokale und Urkunden.

Nordcup Rennserie

Auch dieses Jahr wurde uns trotz frühen Winterbeginns gezeigt, dass Skifahren ein Outdoorsport ist, bei dem man auf alles gefasst sein muss. Als gemütlicher Start für den Saisonbeginn war für Mitte Januar ein Riesenslalom im Heutal angesetzt. Und was passiert? Das Rennen musste wegen Schneefalls abgesagt werden.
Wie sich dann aber am geplanten Tag des Rennens zeigte:  Ein weiser Entschluss! Kaum jemand hätte es wegen des starken Schneefalls pünktlich zum Start geschafft.

Mangels großer Auswahl an Ausweichterminen fand das Ersatzrennen mitten in den Faschingsferien am 15.02. am Götschen statt. Wegen des ungünstigen Termins und der logistisch nicht optimal gelegenen Wettkampfstätte meldeten sich leider nur wenige Traunwalchener an. Die wenigen, die kamen, hatten dann aber zur Abwechslung mal ein Rennen im Regen.

Statt des für den 26.01. geplanten Nachtslaloms am Kessellift fand das zweite Nordcuprennen als Tagesslalom in Hochfilzen statt. Bei idealen Wetterbedingungen konnte dieses Rennen ohne Komplikationen durchgeführt werden.

Ab dann lief alles Weitere planmäßig: Am 4.2. ein XXL Riesei und ein Slalom mit großen Radien; am 3.3. ein weiterer Riesenslalom und dann, am 10.3., das Highlight des diesjährigen Nordcups: Ein Parallelslalom. Insbesondere der Parallelslalom führte zu Begeisterung bei den Rennläufern, da es sowas noch nie gab. Auch die nicht ganz einfache Logistik wurde hier von den Veranstaltern gut bewältigt.

Wenn man mal davon absieht, dass die U19 der Damen am Faschingssamstag vor dem Rest des Starterfeldes starten mussten, um noch rechtzeitig am Faschingszug einzutreffen, verlief alles reibungslos und ohne Komplikationen. Etwas bedauerlich war, dass der Großteil der Rennen am Unternberg austragen wurde. Eine vielseitige Abwechslung bei der Pistenauswahl für die Rennen würde von einer Vielzahl von Rennkindern begrüßt werden.

Da wir in diesem Jahr kein eigenes Rennen ausrichteten, gestaltete sich die Nordcup-Rennsaison für uns Traunwalchener recht entspannt. Die  Traunwalchener Fahrer reihten sich weitestgehend leider nur im Mittelfeld ein, so dass das Stockerl nur selten von unseren Fahrern besetzt war.

Ob dies daran lag, dass der Nordcup in diesem Jahr auch für einige sportlich vermutlich besser aufgestellte Vereine südlich der Autobahn geöffnet wurde, oder aber daran, dass unsere Trainingsdisziplin optimiert werden könnte, oder auch daran, dass viele Traunwalchener nicht die Chance nutzten, an allen Rennen teilzunehmen, sei dahingestellt. Im Ergebnis erreichten wir dieses Jahr nur den 10. Platz in der Gesamtwertung.

Bleibt zu hoffen, dass wir nächstes Jahr mit unseren zahlreichen Nachwuchsläufern eine bessere Platzierung erreichen.